Gewichtsprobleme der Hunde: Halten Sie Ihren Hund fit, nicht fett


Gewichtsprobleme

Bei einer aktuellen Umfrage der Gesellschaft zur Prävention des Übergewichts bei Haustieren (APOP - Pet Obesity Prevention) in den USA wurde festgestellt, dass 53 % der erwachsenen Hunde und 55 % der erwachsenen Katzen, insgesamt 88 Millionen Haustiere, von den Tierärzten als übergewichtig oder fettleibig eingestuft werden können.

Diese Zahlen sind erstaunlich. Zwar gibt es für den europäischen Raum keine genauen Statistiken, aber einige Studien zeigen, dass wir davon nicht weit entfernt sind.

Doch warum lassen es die Menschen zu, dass ihre Haustiere so fett werden? Laut dem Gründer der APOP, Dr. Ernie Ward, ist es vielen Tierbesitzern gar nicht bewusst, dass ihr Hund oder ihre Katze ein Gewichtsproblem haben könnten. Sie glauben sogar, dass fette Haustiere "normal" seien. Für manche Menschen ist die Fettleibigkeit sogar ein Indikator "besonders guter Pflege".

Auch wenn einige Tierbesitzer meinen sollten, dass das zusätzliche Gewicht etwas Liebenswertes an sich hat, können die überflüssigen Pfunde schädliche Auswirkungen mit medizinischen und physikalischen Einschränkungen nach sich ziehen, die sogar zum frühen Tod führen können. Wollen Sie Ihrem geliebten Fellknäuel immer noch ein oder zwei Leckerbissen geben? Denken Sie doch noch einmal darüber nach!

Stellen Sie fest, ob Ihr Hund gefährdet ist

Wie können Sie feststellen, ob Ihr Hund übergewichtig oder fettleibig ist? Wenn Sie keine Waage zur Verfügung haben, könnte es schwer werden, das zu beurteilen. Aber Sie können sich eines bei tierärztlichen Ernährungswissenschaftlern gängigen Bewertungssystems bedienen, das auch unter der Bezeichnung "Body Condition Score" (Körperzustand) bekannt ist. Damit können Sie feststellen, ob Ihr Hund in Gefahr ist.

Sehen sie hier, wie es funktioniert: Bei Hunden von normaler Größe sollten sie Folgendes fühlen können:

  • Den Brustkorb
  • Die Wirbelsäule
  • Die Muskeln den Rahmen entlang

Können Sie das nicht fühlen, dann ist Ihr Hund übergewichtig oder fettleibig und es ist notwendig, ihn von einem Tierarzt oder Ernährungsberater für Hunde untersuchen zu lassen, der Ihnen dabei helfen kann, dass Ihr Hund wieder sein optimales Gewicht erreicht. So können die mit dem Übergewicht verbundenen gesundheitlichen Risiken vermieden werden.

Das ist zwingend notwendig, denn nach APOP erhöht sich für Ihren Hund bereits bei fünf Pfund Übergewicht das Risiko von Erkrankungen und Komplikationen wie:

  • Erhöhter Blutdruck
  • Arthrose und damit verbundene Probleme
  • Diabetes Typ II
  • Herz- , Atemwegs- oder Nierenerkrankungen
  • Krebs im Bauchbereich
  • Verkürzte Lebenszeit bis zu zweieinhalb Jahren

Aber das sind nicht die einzigen Risiken – Studien haben ergeben, dass übergewichtige Hunde weniger vital und verspielt sind und dass sie weniger mit ihrer Familie interagieren. Da die Tiere weniger aktiv sind, können die Eigentümer schwere Krankheiten übersehen, weil sie die Lethargie als Faulheit deuten.

Wenn Ihr Hund nicht an einer Krankheit wie das Cushing-Syndrom oder einer Schilddrüsenunterfunktion leiden sollte, die die Gewichtszunahme verursacht, dann ist es wahrscheinlich, dass er zu viel isst und sich zu wenig bewegt, wie es auch beim Menschen der Fall ist.

Nach Meinung der britischen tierärztlichen Ernährungswissenschaftlerin Dr. Penelope Morris sind gewisse Strategien notwendig, um den Kampf gegen die Fettleibigkeit zu gewinnen und um zu gewährleisten, dass der Hund gesund und fit bleibt. Man muss zum Beispiel die Größe der Portionen kontrollieren, die Aktivität steigern und Ernährungspläne speziell für übergewichtige Haustiere erstellen. Es ist jedoch ratsam, mit dem Haustier zuerst den Tierarzt aufzusuchen, um zu überprüfen, dass keine andere Ursache für das Übergewicht oder die Fettleibigkeit vorliegt. Alle Fragen bezüglich der Gesundheit müssen geklärt werden, bevor der Hund auf eine Diät gesetzt wird.

Als Tierhalter obliegt es Ihnen, sich um Ihren Hund zu kümmern und seine Gesundheit und Wohlbefinden zu allen Zeiten zu gewährleisten. Das bedeutet, dass Sie überwachen, was er isst und wie viel er sich bewegt (neben vielen anderen Dingen). Das bedeutet nicht nur einen glücklicheren und gesünderen Hund – sondern auch viele unvergessliche Jahre zusammen – dabei spart man auch Tausende, die man für Tierarztbehandlungen investieren würde!