Arthritis bei Hunden


Arthritis bei Hunden

Während Arthritis in der Regel häufiger bei älteren Hunden vorkommt, kann es durchaus auch bei Hunden jeden Alters auftreten. Aber was ist Arthritis, was löst es aus und wie verhalten Sie sich am besten, wenn Arthritis bei Ihrem Hund diagnostiziert wird? Schauen wir uns dazu ausführlich die folgenden Aspekte an.

Arthritis ist eine Entzündung von entweder einem einzelnen oder mehrerer Gelenke im Körper und kann alles von milden bis extremen Gelenkschmerzen verursachen, die Ihren Hund zu langsamen Bewegungen zwingen oder ihm das Spielen oder in extremen Fällen auch das Spazierengehen vollkommen unmöglich machen.

Tierärzte klassifizieren Arthritis in zwei Kategorien, nämlich in Arthritis ersten Grades wie rheumatoide Arthritis und Arthritis zweiten Grades, die aus einer Gelenkinstabilität heraus entsteht. Wenn ein Hund an einer rheumatoiden Arthritis leidet, entsteht eine Erosion von Knochen und Knorpeln in den Gelenken. Dieser Zustand kann sich so weit verschlechtern bis das Gelenk schließlich komplett unbeweglich wird, was als Ankylose bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich um eine Versteifung oder Blockierung der Gelenke. Andere Primärformen oder immunvermittelte Typen in diesem Zusammenhang müssen nicht zwangsläufig zu einer Erosion innerhalb der Gelenke führen.

Arthrose zweiten Grades ist die häufigste diagnostizierte Form der Erkrankung bei Hunden und tritt in der Regel in Form von degenerativen Gelenkerkrankungen (DJD) oder Osteoarthritis (OA) auf. Fettleibigkeit und Hüftdysplasien sind häufige Ursachen dieser Erkrankungen, sie können aber auch als Folge einer Gelenkentzündung entstehen, die durch Bissverletzungen und einer Übertragung von Bakterien und Viren verursacht wurde und als septische Arthritis bezeichnet wird. Allerdings betrifft dies üblicherweise nur einzelne Gelenke, die daraufhin anschwellen, heiß werden und schmerzen sowie unter Umständen zu Fieber führen. Andere Ursachen einer sekundären Form von Arthritis umfassen traumatische Verletzungen und Kreuzbandrisse.

Wenn Ihr Hund übergewichtig ist oder andere besondere Merkmale aufweist, die mit dem Gewicht in Zusammenhang stehen, und Anzeichen von Steifheit und Gelenkblockaden zeigt, oder wenn er zu lahmen scheint, lassen Sie ihn umgehend von Ihrem Tierarzt untersuchen, da es sich hierbei um Arthritis handeln kann.

Arthritis oder degenerative Gelenkerkrankungen bei Hunden benötigen eine tierärztliche Versorgung. Generell wird Arthritis ersten Grades mit hohen Dosen von Corticosteroiden behandelt, die deutlichen Verbesserungen hervorrufen können, allerdings über einen längeren Zeitraum verabreicht werden müssen, da diese Art von Arthritis nicht heilbar ist. Arthrose oder degenerative Gelenkerkrankungen zweiten Grades werden symptomspezifisch behandelt. Dies beinhaltet die Verabreichung von Medikamenten zur Schmerzlinderung wie nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR). Diese Behandlungsmaßnahmen erfordern eine genaue Überwachung und eine enge Rücksprache mit einem Tierarzt, da es bei manchen Hunden zu Nebenwirkungen kommen kann und außerdem das Blut Ihres Hundes regelmäßig auf bestimmte Stoffe hin untersucht werden muss, um die Sicherheit er laufenden Behandlung zu gewährleisten. Wenn bei Ihrem Hund eine septische Arthritis diagnostiziert wurde, ist eine Behandlung mit Antibiotika in Verbindung mit schmerzlindernden Medikamenten notwendig.

Neben Medikamenten kann Ihr Tierarzt auch zusätzliche Behandlungen empfehlen, darunter beispielsweise die Verabreichung von Omega-3-Fettsäure-Präparaten, EP und DHA sowie Nahrungsergänzungsmitteln wie Chondroitin und Glucosamin. Eine Kombination aus diesen Präparaten hat sich bei den meisten Hunden als hilfreich erwiesen, um eine degenerative Gelenkerkrankungen zu behandeln.

Hundetreppe

Um Ihren Hund im Falle einer Arthritis zu unterstützen, können Sie die Gelenkschmerzen durch die Bereitstellung einer "Hundetreppe" lindern, mit der Sie Ihrem Haustier das Erreichen höher gelegener Bereiche ermöglichen wie beispielsweise das Einsteigen in ein Auto. Wenn Ihr Hund üblicherweise auf dem Bett oder der Couch schlafen darf, kann eine Hundetreppe dabei helfen, dass durch das Hoch- und Hinunterspringen die Gelenke nur minimal belastet werden. Achten Sie immer darauf, dass Futter und Wasser für Ihren Hund leicht zugänglich sind. Und falls Ihr Hund übergewichtig ist, besprechen Sie Diätmöglichkeiten mit Ihrem Tierarzt oder einem Ernährungsberater für Hunde, um Ihren Hund wieder zu einem gesunden Gewicht zu verhelfen. Ermutigen Sie Ihren Hund zu leichten Übungsaufgaben und sanftem regulären Spiel, damit Ihr Hund in Bewegung bleibt, da ihm dies dabei helfen kann fit und gesund zu bleiben und Muskelverspannungen und Gelenkschmerzen zu lindern.