Die Wurmkur für junge und erwachsene Hunde


Allergien beim Hund

Fast jeder Hund ist irgendwann im Verlauf seines Lebens einmal von einem Parasiten befallen und die meisten Tiere entwickeln dagegen eine Immunität, wodurch die Population innerhalb ihres Körpers unter Kontrolle gehalten wird. Ist Ihr Hund jedoch kränklich oder besonderem Stress ausgesetzt, kann dies seine Abwehr schwächen, die Würmer vermehren sich stark, was zu Darminfektionen und Gewichtsverlust, Blutarmut und Durchfällen mit blutigem Stuhl führen kann.

Hunde entwickeln gegenüber Hakenwürmern, Madenwürmern und Spulwürmern sehr hohe Resistenzen, da diese sämtliche ihr Larvenstadium im Innern des Hundekörpers durchlaufen. Bandwürmer und Schweinebandwürmer hingegen durchlaufen diese Phase nicht, weshalb der Hund keine Immunität gegen diese Parasiten entwickeln kann.

Auch Medikamente zur Senkung der Immunabwehr, wie beispielsweise Kortison sowie aufregende Erlebnisse, ernsthafte Erkrankungen, Schwangerschaften, operative Eingriffe, Verletzungen sowie emotionale Erschütterungen (Umzüge, Frachtschifffahrten) vergrößern die Population von Hakenwürmern oder deren Larven.

Einige Wurmkuren sind gegen mehr als eine Gattung Würmer wirksam, jedoch wurde bisher noch kein Medikament entwickelt, welches gegen alle Wurmarten eingesetzt werden kann. Einer genauen Diagnosestellung kommt daher eine besondere Bedeutung zu, um dem Hund danach das bestmögliche Medikament für den speziellen Erreger verabreichen zu können. Eine sorgfältige Diagnosestellung zieht eine Stuhluntersuchung mit ein, um auf diese Weise sowohl die Art des Erregers als auch sein Stadium feststellen zu können.

Falls Sie vermuten, dass Ihr Hund von einem Wurmparasiten befallen sein könnte, ist es in jedem Falle ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen und das Tier gründlich untersuchen zu lassen. Entwurmen Sie Ihr Tier niemals nur auf Verdacht.

Wurmmedikamente, sie werden unter dem Fachbegriff "Anthelminthika" geführt, sind Giftstoffe, welche die Würmer äußerst wirksam bekämpfen. Doch lassen Sie stets Sorgfalt walten und ziehen Sie stets einen Tierarzt zurate, da Hunde, welche an Herzwürmern und anderen chronischen Erkrankungen leiden, möglicherweise ein schwaches Abwehrsystem besitzen und die Giftstoffe eines herkömmlichen Wurmmedikaments möglicherweise nicht verkraften könnten. Des Weiteren ist es unabdingbar, in jedem Fall das individuell auf den jeweiligen Parasiten abgestimmte Medikament zu verabreichen.

Das Entwurmen von Welpen

Hundewelpen leiden im Allgemeinen unter einer Infektion mit Spulwürmern, gelegentlich kann es jedoch auch zu einem Befall mit anderen Wurmarten kommen. Bevor Sie Ihren Welpen entwurmen, sollten Sie dessen Stuhlgang daher stets von einem Tierarzt begutachten lassen, um so die Existenz weiterer Gattungen feststellen zu lassen. Bei einem darüber hinausgehenden Befall ist im Regelfall ein umfänglicheres Programm an Entwurmungsmaßnahmen angezeigt.

Grundsätzlich sollten Hundewelpen im Alter von zwei, vier, sechs und acht Wochen entwurmt werden, wobei Sie diesen Rhythmus beibehalten sollten, bis Ihr Tier sechs Monate alt ist. Empfehlenswert sind hierfür Präparate, welche den Wirkstoff "Pyrantel" enthalten. Es sind dies beispielsweise die beiden Präparate "Nemex" und "Strongid", welche einen Befall mit Spulwürmern bereits bei zwei Wochen alten Welpen zuverlässig und ohne schädliche Nebenwirkungen bekämpfen. Zusätzlich ist es sinnvoll, dass Sie Ihren Tierarzt auf die Möglichkeiten einer Herzwurmprophylaxe beziehungsweise dessen Behandlungsmöglichkeiten ansprechen, insbesondere im Hinblick darauf, dass diese Therapie auch gleich weiterem Parasitenbefall vorbeugt.

Das Entwurmen erwachsener Tiere

Ausgewachsene Hunde werden lediglich bei Bedarf entwurmt, wenn sich bei einer Stuhluntersuchung beispielsweise Parasiten oder deren Eier finden lassen. Diese Untersuchung sollte einmal jährlich durchgeführt werden. Die langfristige, jahrelange Herzwurmprophylaxe sollte gleichwohl nur unter tierärztlicher Leitung und Kontrolle erfolgen.

Obgleich die Gefahr eines Befalls mit Spul- und Madenwürmern bei gesunden erwachsenen Hunden recht gering ist und Hakenwürmer hauptsächlich stressbedingt sind, ist der Schweinebandwurm oftmals die Ursache für schwere akute und dauerhafte Durchfallerkrankungen. Sollte Ihr Liebling also an anhaltenden schweren Durchfällen leiden, ist es von immenser Bedeutung, ihn gründlich untersuchen zu lassen. Zur wirkungsvollen Bekämpfung des Schweinebandwurms existieren verschiedene Wirkstoffe, welche bei der Behandlung anderer Wurmerkrankungen prinzipiell nicht eingesetzt werden.

Um sicherzugehen, dass Ihr Hund dauerhaft gesund bleibt und sich wohlfühlt, sollten Sie Ihn unbedingt einmal jährlich von einem Tierarzt gründlich untersuchen lassen, um bei dieser Gelegenheit auch gleich irgendwelche Parasiten und Würmer entdecken zu können. Auch sollten Sie Ihren Hund stets in einer hygienisch einwandfreien Umgebung halten, seinen Stuhl unverzüglich fortbringen sowie darauf achten, dass seine Hundehütte oder sein Korb stets sauber und trocken sind.