Füttern von selbstgekochtem Hundefutter – Was Sie beachten sollten


Wesentliche Punkte, welche zu berücksichtigen sind, wenn Sie Ihrem Hund die Mahlzeiten selbst zubereiten möchten.

Hundefutter selbst zubereiten

Während die überwiegende Mehrheit der Hundebesitzer ihren Liebling mit handelsüblichem Fertigfutter ernährt, ist in den letzten zehn Jahren ein leichter Trend in Richtung "Hausmannskost" zu beobachten.

Manche Befürworter von selbst zubereitetem Hundefutter sind der Meinung, diese Mahlzeiten seien frischer. Gleichzeitig sei dies eine gute Möglichkeit, Verunreinigungen zu vermeiden, obwohl sich diese Probleme bei unzureichenden hygienischen Verhältnissen auch bei selbst gekochten Mahlzeiten einstellen können. Andere Leute haben einfach viel freie Zeit zur Verfügung, haben eine sehr enge Beziehung zu ihrem Liebling und möchten diesem durch selbst zubereitete Mahlzeiten nicht nur eine gesunde Verpflegung bieten, sondern mehr noch ihre Zuneigung zeigen.

Falls Sie Ihrem flauschigen Freund auch gerne "Hausmannskost" anbieten möchten, finden Sie nachstehend einige wichtige Ratschläge, die Sie beherzigen sollten:

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung

Die größte Sorge aller Ernährungsfachleute und Tierärzte bezüglich selbst zubereiteter Mahlzeiten gilt der angemessenen und ausgewogenen Ernährungsweise. Genau wie bei uns Menschen muss auch die Ernährung von Hunden ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit diese optimal wachsen und sich gesund entwickeln können. Nach Ansicht von Fachleuten besteht die größte Herausforderung für Hundebesitzer, welche ihr Tier mit Selbstgekochtem ernähren möchten, in der optimalen Bemessung aller maßgeblichen Nährstoffe.

Gleichgültig, ob Sie die Rezepte aus einem Buch oder dem Internet beziehen, sollten Sie diese nach Möglichkeit von einem Ernährungsberater für Hunde oder einem Tierarzt begutachten lassen, um sicherzustellen, dass sie auch den notwendigen Erfordernissen Ihres Tieres entsprechen. Beachten Sie stets, dass Hundefutter eine bestimmte Dosis an Kohlenhydraten sowie Eiweiß, eine kleine Menge hochwertiger Fette sowie ausreichend Vitamine und Mineralstoffe enthalten sollte.

selbstgekochtes Hundefutter

Selbst gekochte Mahlzeiten könnten beispielsweise eine Kombination aus Reis und Lammfleisch, Huhn und Teigwaren sowie Rindfleisch mit Kartoffeln darstellen. Auch ist es gut möglich, Obst und Gemüse miteinander zu kombinieren, allerdings sollten Sie sorgfältig darauf achten, keine blähenden Sorten wie Zwiebeln, Lauch, Trauben und Johannisbeeren sowie schwer verdauliche Zutaten wie Schokolade, rohes Fleisch und ungekochte Eier sowie Frucht- und Gemüsekerne anzubieten. Um das Risiko einer Vergiftung mit Salmonellen- oder Kolibakterien zu reduzieren, sollten Mahlzeiten mit Fleisch und Eiern prinzipiell gut gegart werden.

Falls Sie sich tatsächlich dazu entschließen, die Mahlzeiten für Ihren vierbeinigen Freund dauerhaft selbst zuzubereiten, sollten Sie seinen Gesundheitszustand zumindest zweimal jährlich gründlich von einem Tierarzt überprüfen lassen. Überdies sollten Sie beachten, dass Hunde verschiedenen Alters und insbesondere auch jene, welche an gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden, nach besonderen Ernährungsformen verlangen. Bevor Sie diesen Weg endgültig beschreiten, sollten Sie sich also unbedingt gründlich von einem Ernährungsspezialisten für Hunde oder einem Tierarzt beraten lassen.

Nahrungsergänzungsmittel

Im Allgemeinen benötigen Hunde, welche mithilfe eines qualitativ hochwertigen und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengesetzten Fertigfutters ernährt werden, keine Nahrungsergänzungsmittel. Hingegen können Tiere, welche mit "Hausmannskost" versorgt werden, nicht auf diese verzichten.

Kalziummangel ist die häufigste Folge dieser Ernährungsweise, welche oftmals nicht ausgewogen ist. Dieser Umstand birgt eine große Gefahr in sich, da Kalziummangel langfristig zu Erkrankungen der Schilddrüse sowie Knochenerweichung und Knochenbrüchen führen kann. Auch besteht das Risiko von Wachstumsstörungen.

Darüber hinaus kann es auch erforderlich sein, Mineralien wie Eisen, Zink und Magnesium zuzuführen, da diese eine maßgebliche Rolle bei der Aufrechterhaltung wichtiger körperlicher Funktionen spielen.

Bevor Sie Ihrem Hund jedoch derartige Ergänzungsmittel zufüttern, sollten Sie sich stets zuvor von Ihrem Tierarzt beraten lassen.

Kosten und Zeitaufwand

Mit Sicherheit nimmt es mehr Zeit in Anspruch, Hundefutter selbst zuzubereiten, als im Supermarkt Fertigfutter einzukaufen. Die Kosten hingegen sind stark von der Größe des Tieres abhängig. Je größer der Hund, desto mehr Nahrung benötigt er, was sich wiederum auf die Kosten niederschlägt.

Wenn Sie Ihren Hund mit Selbstgekochtem ernähren, sollten Sie sich unbedingt genauestens an fachlich fundierten Rezepten orientieren und diese nicht leichtfertig verändern, nur um Zeit oder Geld einzusparen. So können bereits kleinere Veränderungen zu einer Fehlernährung des Tieres führen. Sind Abänderungen wirklich absolut erforderlich, lassen Sie sich auch in diesem Fall unbedingt zuvor von Ihrem Tierarzt beraten.

Vorratshaltung und Haltbarkeitsdauer

Während handelsübliches Fertigfutter über einen längeren Zeitraum haltbar ist, sieht dies bei Frischgekochtem völlig anders aus. Es ist unbedingt erforderlich, dass Sie alle zwei bis drei Tage einen neuen Futtervorrat zubereiten. Prinzipiell ist es jedoch möglich, die Portionen einzufrieren, um sie dann bei Bedarf wieder aufzutauen. Doch sollten diese nicht über einen zu langen Zeitraum eingefroren werden.

Es gibt also gute Gründe für und gegen selbst zubereitetes Hundefutter. Einerseits kann dies, unter der Voraussetzung, die Ernährung ist ernährungstechnisch optimal durchdacht, für Sie und Ihren Hund durchaus eine beglückende Erfahrung darstellen. Auf der anderen Seite erfordert diese Vorgehensweise jedoch einen beträchtlichen zeitlichen und finanziellen Aufwand. Darüber hinaus müssen Sie ständig darauf achten, dass die Ernährung ausgewogen ist und sich nicht in irgendeiner Weise negativ auf den Gesundheitszustand Ihres Lieblings auswirkt.