Hundeleckerli - Was Sie darüber wissen sollten


Hundeleckerli

In vielen Kulturen ist es ein Zeichen von Liebe und Zuneigung, Menschen und Haustiere mit Nahrung zu beschenken. Zum Beispiel überschütten viele Hundehalter ihre Hunde mit einem endlosen Schwall von Leckerli und Essensresten. Alle diese Genüsse haben jedoch ihre Auswirkungen und können Gewichtsprobleme und Fettsucht beim Tier hervorrufen.

Natürlich gibt es einige gesunde Alternativen, mit denen Sie Ihrem Hund eine besondere Freude bereiten können. Diese sollten jedoch der Gesundheit und dem Wohlbefinden des Tieres zugute kommen. Denn Tierärzte, Hundeernährungsberater und Hundetrainer sind sich einig darüber, dass Leckerli sowohl bei der Erziehung als auch in der Ernährung von Hunden eine große Rolle spielen. Jedoch liegt es als Halter in Ihren Händen, diesbezüglich verantwortungsbewusste und gesunde Entscheidungen für Ihren Hund zu treffen.

Abgesehen davon warnen Experten vor dem in handelsüblichen Hundeleckerli enthaltenen Fett- und Zuckeranteilen, die diese zwar für Ihren Hund unwiderstehlich machen, aber eben sehr viele Kalorien enthalten. Schon ein einzelner dieser kalorienreicher Leckerli wie zum Beispiel verpackter Schinken, Käsesnacks oder Rindfleisch kann ein wenig zu viel sein für die geringe Menge an Kalorien, die ein Hund täglich benötigt. Außerdem wissen wir alle, dass es oft nicht nur bei einem einzigen Leckerli bleibt. Der Weg in die Fettsucht kann also schnell gehen, wenn Sie nicht vorsichtig sind.

Worauf sollten Sie also achten, wenn es um Hundeleckerli geht? Nach den Ausführungen führender Hundeernährungsberater sollten Leckerli nicht mehr als 15 bis 20 Prozent der Ernährung insgesamt betragen, egal ob es sich um herkömmliche Hunderleckerli oder um Lebensmittel, die für Menschen vorgesehen sind, handelt. Außerdem sollten Sie auf die jeweiligen Aufschriften achten, die für eine geringe Fettmenge oder eine geringe Kalorienanzahl stehen, wie zum Beispiel bei getrockneten Hühnchenstreifen.

Alternativ können Sie handgemachte Leckerli oder Bio-Hundeleckerli anbieten. Der Tierarzt Ernie Ward rät dabei zu knusprigem Gemüse wie zum Beispiel grünen Bohnen, Selleriestangen oder gekochter Süßkartoffel. Er warnt aber auch davor, bestimmte Lebensmittel zu verfüttern, die für Hunde schädlich sind, beispielsweise Knoblauch, Zwiebeln, Rosinen und Weintrauben. Ward empfiehlt daneben, zur Sommerzeit kleine Obststückchen, wie zum Beispiel Wassermelone, Kiwi oder Apfel, als Eiswürfel einzufrieren, da diese Leckerli sehr erfrischend für Hunde sein können, wenn es wärmer wird. Außerdem können Sie damit experimentieren, aus verschiedene Obstsorten Smoothies für Ihren Hund herzustellen.

Des weiteren können Hot Dogs mit Hähnchen oder Tofu, die zum menschlichen Verzehr hergestellt sind, in Stückchen geschnitten und als Leckerli gereicht werden.

Ganz egal was Sie als Leckerli für Ihren Hund auswählen, in jedem Falle sollten Sie sich immer über den jeweiligen Nährwert bewusst sein und wie dieser sich in die gesamte tägliche Kalorienzufuhr Ihres Hundes einfügt.