Ausführungen zur Ernährung älterer Hunde



Ernährung ältere Hunde

Wenn Ihr haariger bester Freund älter und langsamer wird, können Gewichtszunahme und starkes Übergewicht möglicherweise Anlass zur Sorge bieten. Doch ist es auch möglich, dass das Interesse Ihres Hundes an den Mahlzeiten und am Essen überhaupt mehr und mehr nachlässt, auch wenn dieser sein Futter in früheren Jahren mit großer Begeisterung und Hektik verzehrte.

Völlig unabhängig von Ihren individuellen Verhältnissen sollten Sie sich auf jeden Fall darüber im Klaren sein, dass sich die Essgewohnheiten und der Ernährungsplan ändern können, wenn Ihr Hund oder Ihre Hündin in die Jahre kommen. Im Folgenden werden wir uns einige Gesichtspunkte zur Fütterung und Pflege, die Besitzer eines älteren Hundes berücksichtigen sollten, näher betrachten.

Der Zeitpunkt, ab welchem Hunde als "älter" oder "altersschwach" bezeichnet werden, hängt sowohl von Rasse und Körpergewicht als auch vom einzelnen Tier ab. Im Allgemeinen altern Hunde großer Rassen schneller als kleinere und werden als "älter" bezeichnet, wenn sie die Hälfte ihrer mutmaßlichen Lebensdauer erreicht haben. Kleine Hunderassen haben im Normalfall eine Lebenserwartung von 15 bis 20 Jahren, während grössere ein Alter von zwölf bis 15 Jahren erreichen. Das bedeutet, dass kleinere Hunde mit ungefähr acht oder neun Jahren und größere ab einem Alter von sechs bis sieben Jahren als "älter" betrachtet werden.

Besondere Ernährungsbedürfnisse des älteren Hundes

Ältere und alte Hunde benötigen normalerweise einen kalorienreduzierten Speiseplan, um so ihren rückläufigen Stoffwechsel und die nachlassende körperliche Betätigung auszugleichen. Auf diese Weise wird dem Übergewicht, welches das Hauptproblem älterer Hunde darstellt, wirksam vorgebeugt. Zusätzlich kann eine ballaststoffreiche Kost gerade bei älteren Tieren einen wertvollen Beitrag zur Gesunderhaltung von Magen und Darm leisten.

Heutzutage bieten die meisten Hundefutterhersteller speziell auf die Bedürfnisse älterer Tiere ausgerichtete Mahlzeiten an und es ist sehr wichtig, dass der Halter eines älteren Tieres auf diese altersgerechten Produkte zurückgreift, da diese in der Tat weniger Kalorien enthalten.

Falls Sie mehrere Tiere besitzen und diese alle mit dem gleichen Futter ernähren möchten, stellen die sogenannten "mehrstufigen" Produkte eine, wenn auch nicht ideale, Möglichkeit dar, da diese die Bedürfnisse von jungen, erwachsenen und älteren Hunden abdecken. Sie sollten sich jedoch stets darüber im Klaren sein, dass es sich hier um einen Kompromiss handelt und keinesfalls eine optimale Lösung darstellt. Wenn es irgend möglich ist, sollten Sie sich stets für eine altersgerechte Fütterung entscheiden.

Trockenfutter

Was Knabbereien und Hundeleckerli anbelangt, empfehlen Tierärzte auch hier, bei älteren Hunden soweit als möglich auf fett- und salzreduzierte Leckerbissen zurückzugreifen.

Mit steigendem Alter müssen Hunde zudem mehr trinken, da die Fähigkeit ihres Körpers, Flüssigkeit zu speichern, immer mehr abnimmt. Sorgen Sie daher dafür, dass Ihr in die Jahre gekommener Kamerad stets ausreichend Wasser zur Verfügung hat.

 

Ernährungsbedingte Beschwerden

Sollte Ihr Hund im Laufe seines Lebens gesundheitliche Probleme bekommen, ziehen Sie unbedingt Ihren Tierarzt oder einen auf die Bedürfnisse von Hunden spezialisierten Ernährungsberater zurate. Diese werden Sie bei der Zusammenstellung eines gesunden und ausgewogenen Ernährungsplans für Ihren älteren Hausgenossen gerne unterstützen.

Hunde mit Herzbeschwerden benötigen möglicherweise ein auf die Bedürfnisse älterer Hunde zusammengestelltes kalorien- und salzreduziertes Spezialfutter, während ein zuckerkrankes Tier eine fettreduzierte und ballaststoffreiche Ernährung benötigt. Diese spezielle Kost wird etwas langsamer vom Organismus aufgenommen und verdaut, was einen konstanten Blutzuckerspiegel gewährleistet.

Falls Ihr alterndes Wollknäuel unter Stuhlverstopfung leidet, sorgen im Allgemeinen bereits Mahlzeiten mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen für einen regelmäßigen Stuhlgang.

Im Vergleich zum Hundefutterangebot in den restlichen Altersklassen, enthalten die Portionen für ältere Hunde qualitativ hochwertigere Eiweiße, welche den Körper darin unterstützen, sein Gewicht und seine Muskelmasse aufrechtzuerhalten, ohne dabei die Nieren zu sehr zu belasten.

Nahrungsergänzungsmittel für ältere Hunde

Bevor Sie dem Futter Ihres Tieres irgendwelche Zusätze beigeben, ziehen Sie zuvor unbedingt Ihren Tierarzt zurate, da ein Zuviel an Nahrungsergänzungsmitteln mehr Schaden als Nutzen nach sich ziehen kann. Geben Sie Ihrem Tier zudem niemals Stärkungsmittel, die für uns Menschen vorgesehen sind, sondern ausschließlich tierärztlich empfohlene Produkte.

Gleichwohl leiden zahlreiche ältere Hunde an Gelenkschmerzen und Arthritis und ein Großteil der für ältere Hunde konzipierten Hundenahrung enthalten Glucosamin sowie Chondritinsulfat, was Gelenkschmerzen tatsächlich lindert. Stellen Sie zudem sicher, dass Ihr Hund sein Idealgewicht hat und dieses auch hält, auch diese kleine Maßnahme wird sich schonend auf seine Gelenke auswirken.

Wie helfe ich meinem älteren Freund, wenn er seinen Appetit verliert?

Mangelnder Appetit ist bei älteren Hunden, insbesondere wenn sie an Magen- und Darmbeschwerden und Übelkeit leiden, ziemlich verbreitet.

Bevor Sie hier weiterlesen, ist es sehr wichtig, dass Ihr Tierarzt alle gesundheitlichen Problemen, einschließlich Diabetes, Nierenleiden, Zahnerkrankungen und Krebs ausgeschlossen hat. Ist dies sichergestellt, und dem mangelnden Appetit liegt keine Krankheit zugrunde, können Sie Ihren Hund damit ködern, indem Sie etwas warmes Wasser, Hühnerbrühe oder kleine Mengen Nassfutter in sein Trockenfutter mischen.

Selbstgekochte Mahlzeiten sind eine weitere Möglichkeit, wobei Sie hier auch die Lieblingszutaten wie gekochtes Huhn oder Lamm mit Reis oder Gerste zusammenstellen können. Es ist jedoch sehr wichtig, dass Ihr Hund ausgewogene Mahlzeiten erhält, so besprechen Sie dies besser zuerst mit Ihrem Tierarzt oder einem Ernährungsberater für Hunde.